Das Mercorsurabkommen ist das längste Abkommen der EU mit 4 Staaten Lateinamerikas, da die Verhandlungen dazu bereits seit dem Jahr 2000 laufen, mit Unterbrechungen.

 

Der Amazonas-Regenwald ist ein Schlüsselelement, um die Erderhiztung aufzuhalten. Doch der EU-Mercosur Vertrag zwischen Europa und Südamerika ignoriert sämtliche Klimafolgen.

Warum gibt es dieses Abkommen? Kurz gesagt: Europa (und insbesondere Deutschland) will mehr Autos nach Südamerika exportieren, die Handelspartner auf der anderen Seite des Atlantiks finden dafür hier zahlreiche Abnehmer für billiges Rindfleisch. Die Rinderzucht in Brasilien hängt allerdings sehr stark mit Rodungen in Waldgebieten zusammen – mittel- und unmittelbar. Gewaltige Flächen werden für Rinderweiden und den Sojaanbau abgeholzt, also günstiges Tierfutter. Besonders gefährlich mit Blick auf das Weltklima: die fortschreitende Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes. Noch mehr Fläche darf dieser nicht verlieren – wir nähern uns einem gefährlichen Kipppunkt, der einmal überschritten unumkehrbar ist. Das komplizierte, selbsterhaltende Ökosystem Regenwald, das auf das globale Klima stabilisierend wirkt, würde zusammenbrechen.

 

Fünf Fakten, warum das EU-Mercosur-Abkommen nicht in Kraft treten darf, können Sie hier in Detail lesen: https://www.greenpeace.de/themen/waelder/ueberholspur-der-zerstoerung
– 1. Das Abkommen zerstört den Regenwald
– 2. Der Handel geht auf Kosten des Klimas
– 3. EU-Mercosur setzt auf Pestizide und Gentechnik
– 4. Autos gegen Kühe, Kühe gegen Autos: Als gäbe es die Klimadebatte nicht
– 5. Menschenrechte werden missachtet

Besonders Brasilien würde durch das Mercosurabkommen stark in Mitleidenschaft gezogen:

Bolsonaro ist Rekordhalter im Zulassen von gefährlichen Pestiziden, alleine im Jahr 2019 503 neue Zulassungen.  Er pfeift auf die Rechte Indigener, die im Amazonasregenwald leben. In Brasilien darf sich jeder Bürger auf ein Stück Land eintragen lassen, ob es ihm gehört oder nicht. Normalerweise gilt das nicht für das Land der Indigenen, doch die brasilianische Regierung gibt inzwischen auch Grund und Boden der Indigenen durch Korruption her. Dadurch ist der Lebensraum der Indigenen nicht mehr geschützt. Außerdem hat Bolsonaro den Amazonas Regenwald zum Industriegebiet erklärt und bisherige Umweltmaßnahmen aufheben lassen. Er hat auch Budgetkürzungen und weitere Arbeit der Umweltbehörden einstellen lassen. Wer nicht pariert, wird entlassen und davor sind auch Politiker, die sich an der Seite des Umweltschutzes stellen, nicht geschützt.

Wir können den Regenwald und die Heimat vieler indigener Völker schützen . Wir brauchen kein EU- Mercosur Handelsabkommen, daher unterschreibt und teilt diese Petition: http://: https://act.gp/3daSDzR

Wir appellieren an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, keine schmutzigen Deals mit der Bolsonaro Regierung zu zulassen!

 

Greenpeace-Gutachten

EU-Mercosur-Handelsabkommen verstärkt Gefahren für Artenvielfalt. Zölle auf bienengefährliche Pestizide sollen sinken. Hier geht’s zur Studie EU-Mercosur:  Zweierlei Maß bei Ackergiften – Wie die EU und deutsche Unternehmen vom Handel mit für die Artenvielfalt gefährlichen Pestiziden profitieren