Greenpeace Freiburg fordert die Landesregierung zu Waldschutz und ambitionierter Klimapolitik auf

 

Anlässlich der Veranstaltung „Forum Waldzukunft Baden-Württemberg“ am 5.11 in Freiburg mit Diskussionen und Vorträgen zur Zukunft des Waldes vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels forderten wir vor Ort die Landesregierung auf, ökologisch nachhaltige Waldbewirtschaftung und aktiven Waldschutz ins Zentrum der bei der Veranstaltung vorgestellten und diskutierten Waldstrategie zu stellen.

„Waldsterben: Ergebnis verfehlter Klimapolitik“ stand auf unserem Banner. Damit adressierten wir vor allem Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Forstminister Peter Hauk, die beide an der Veranstaltung teilgenommen haben.

Während der Waldzustandsbericht für 2020 den Wäldern Baden-Württembergs wegen massiver Schäden infolge klimabedingter Trockenheit und Dürre einen „besorgniserregenden Zustand“ attestiert, verpasst es die Landesregierung mit dem kürzlich verabschiedeten Klimaschutzgesetz, ein Zeichen für ernsthaften Klimaschutz zu setzen. Die dort beschlossene Minderung des CO2-Ausstoßes von gerade einmal 42 Prozent bis 2030 reicht nicht aus, um die Pariser Klimaziele einzuhalten, so die Kritik der Umweltverbände.

Klimaschutz und Waldschutz gehen Hand in Hand. Die Funktionen des Waldes für Biodiversität und als Kohlenstoffspeicher können nur im Rahmen ambitionierter Klimapolitik und nachhaltiger Waldbewirtschaftung gewahrt werden. Dafür brauchen wir zum einen strengere und verbindlichere Klimaziele als bisher und zum anderen mehr Schutzgebiete, ökologische Bewirtschaftung auf dem Rest der Fläche und eine Begrenzung des Holzeinschlages.

Greenpeace hat eine Waldvision entwickelt, diese hier kann man hier nachlesen: Wenn Wälder wieder wachsen-eine Waldvision für Klima, Mensch und Natur.

s02061_es_waelder_studien_waldvision_2_18_1

Weiterhin empfehlen wir den neuen Waldflyer von Greenpeace Echte Wälder für das Klima zu lesen:

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