Urwaldschutz ist Klimaschutz

Parallel zu Protest-Aktionen in Freiburger Holzhandlungen sammelten am 1. März Freiburger Greenpeace-Aktivisten zusammen mit Greenpeace-Kids aus zwei „Greenteams“ in der Innenstadt am Bertholdsbrunnen Unterschriften für den Urwaldschutz.
Die kreative Verkleidung der Greenpeace-Kids und ihr Straßentheater sorgten für Aufsehen: Als Bäume verkleidet, die beim Abholzen mit einer Kettensäge CO2 in Form von schwarzen Luftballons freisetzen, waren sie ein echter Hingucker. So schafften wir es, im Tagesverlauf über 800 Unterschriften für ein Urwaldschutzgesetz zu sammeln. Dabei fordert Greenpeace direkt Frau Bundeskanzlerin Merkel dazu auf, den Handel von Urwaldholz aus Rabbau endlich gesetzlich zu verbieten!

Außerdem informierten wir über die Herkunft der Hölzer in Möbelläden und Baumärkten und die Bedeutung der Urwälder für das globale Klima. Ein Fünftel des weltweit freigesetzten Kohlendioxids entsteht durch Waldzerstörung. Greenpeace fordert die deutschen Holzhändler auf, zum Schutz von Klima und Artenvielfalt nur noch Produkte aus ökologischer und sozialer Forstwirtschaft anzubieten.

 


Viele Kunden wissen gar nicht, dass sie die letzten Urwaldparadiese noch immer als Fußbodenbeläge und Gartenstühle angeboten bekommen. Deswegen fertigten wir ein großes Urwaldbanner an, auf welches wir die Logos der schlimmsten Urwaldzerstörer in Freiburg aufgepinnt hatten. Der Blick darauf sorgte bei vielen Passanten für Raunen und Staunen – Urwaldzerstörung in der Ökohauptstadt Deutschlands?! Greenpeace meint: Urwaldschutz ist Klimaschutz. Die letzten Urwälder müssen endlich geschützt werden, denn sie sind Schatzkammern der Artenvielfalt und unerlässlich für die Stabilität des Weltklimas.

Allein im Jahr 2006 importierte Deutschland rund 420.000 Kubikmeter tropisches Holz, rund drei Viertel davon aus illegalem Einschlag. Interessierte Verbraucher können den Fund von Urwaldhölzern in Bau- und Parkettmärkten oder Einrichtungshäusern in einer Online-Datenbank von Greenpeace eintragen. Die Recherchen der Holz-Detektive sollen die Greenpeace-Forderung nach einem europäischen Urwaldschutzgesetz unterstützen. Import und Vermarktung von Urwaldholz aus illegalem Einschlag würden mit diesem Gesetz verboten.

Im Mai 2008 richtet die deutsche Bundesregierung den Urwaldgipfel der Vereinten Nationen (Convention on Biological Diversity, CBD) in Bonn aus. Greenpeace fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich im Vorfeld des Gipfels für ein europäisches Urwaldschutzgesetz einzusetzen.

 

 

 

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