Jahresversammlung von Selva Viva in Bern

Wir hatten schon seit längerem eine Einladung in die Schweiz zur jährlichen Genossenschaftsversammlung unserer Partnerorganisation Selva Viva in Ecuador. Als regelmäßige Spender und primäre Förderer des neu eingestellten Waldhüters war klar, dass wir dort hinfuhren. So machten sich Eckart, Chris und Birgit am 5. September 2014 vormittags auf dem Weg.

In Basel stieg der 1. Vorsitzende von Selva Viva mit ein und gemeinsam fuhren wir Richtung Bern nach Uttiko. Dort wurden wir bereits erwartet. Die Genossenschaft kam zu ihrer jährlichen Versammlung zusammen und wählte einen neuen Vorsitzenden. Es wurden alle anliegenden Probleme zur Debatte gebracht. Es gibt immer noch viele Ölsucher, Goldsucher und Wilderer in  der Region, aber die Waldhüter leisten gute Arbeit und man hat soweit noch alles unter Kontrolle. Wir erfuhren u.a. dass wir seit fast zwei Jahren einen neuen Waldhüter haben, da Felix unerwartet gekündigt hatte. Auch wurde viel Land eines Amerikaners entlang des Flusses aufgekauft und somit das Schutzgebiet erweitert. Die finanzielle Situation der Genossenschaft wurde offengelegt, Ein- und Ausgaben erörtert. Neben den 120 Genossenschaftlern gibt es insgesamt 15 Sponsoren! Wir staunten nicht schlecht!

Ansonsten hörten wir, dass Selva Viva mit den umliegenden Gemeinden gut vernetzt ist, allerdings die Zusammenarbeit zwischen den örtlichen internationalen Gemeinschaften und Organisationen verbesserungswürdig ist. Auch wurde die politische Lage in Ecuador angesprochen. Die Regierung ist korrupt und mag keine ausländischen Landbesitzer in ihrem Land. So einigte man sich, die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zu pflegen und zu verbessern. Ab Oktober wird es eine neue Homepage zu Selva Viva geben worauf wir schon sehr gespannt sind. Es wurden auch noch kleinere Anliegen besprochen, ob es z. B ratsem sei, den Kindern der Waldhüter eine Ausbildung bzw. ein Studium zu finanzieren.

Im Anschluss an die Versammlung gab es im Garten ein kleines Aperó also zu deutsch: ein kleines Buffet! Chris erzählte von unserer Waldgruppe und wie wir zu Selva Viva kamen und wir verteilten Flyer und Buttons. So wurde eine interessante Einladung zu einem unvergessenen Tag und wir waren sicherlich nicht das letzte mal dort!

Für die Waldgruppe, Birgit

Besuch aus Freiburg in Selva Viva

von Dr. Eckart Schultze

Eine wunderschöne Zeit habe ich vom 10. März bis 8.April 2013 im
AmaZoonico verbracht und in Runa Huasi gewohnt wo ich liebevoll und
aufmerksam vom Team Liana, Juan und Elder bekocht und betreut wurde.
Als "Gesandter" der Greenpeace-Waldgruppe Freiburg hatte ich eine
Sonderstellung und konnte selbst entscheiden ob, wann und wo ich
mitarbeiten wollte, wobei ich bei Sofía, Victor, den Voluntarios
und den einheimischen Mitarbeitern sehr herzlich aufgenommen und immer
willkommen war.
So konnte ich in alle Bereiche hineinschnuppern, angefangen von der
Versorgung der Tiere, Begleitung der Tierärztin und der Biologin
Alexandra, Begleitung der Waldhüter Jaime, Ruben, Felix und Christian
auf ihren Rundgängen durch den Schutzwald, auf denen ich viel gelernt
habe, Übernachtungen in der Auswilderungsstation Chorongoalpa,
selbständige Versorgung der Tiere in Machinalpa und als Höhepunkt am
Morgen meiner Abreise : Entlassung der fünf Totenkopfäffchen, des
Kapuzineraffens und des Nasenbärs aus dem Gehege Machinalpa in die
Freiheit !!
Der Hauptteil meiner Mitarbeit bestand allerdings in technischen
handwerklichen Vorarbeiten für das neue Ozelot-Gehege. Dabei bestand
eine gute Zusammenarbeit zwischen den einheimischen Mitarbeitern, Viktor
und mir. Durch Teilnahme an zwei Mingas an dem neuen Haus für den
Schuldirektor kam ich auch in Kontakt zur Dorfbevölkerung und wurde zu
zwei großen Geburtstagsfeiern eingeladen. Zum Abschied lud Remigio
Sofía, Viktor und mich zum Abendesse in die Liana Lodge ein, womit die
vier Wochen dicht gepackt mit Erlebnissen, Ereignissen und Kontakten zu
Ende gingen.

Diese Erfahrungen und die effektive Wirkung des "Selva ViVa" Projektes
haben unsere Gp-Waldgruppe darin bestärkt, die Arbeit der Waldhüter
weiterhin finanziell zu unterstützen. Dank eine großzügigen Spende
unserer Mitglieder Alrune und Felix sind wir in der Lage, den Waldhütern
und AmaZoonico vier leistungsstarke Walkie-Talkies zur Verfügung zu
stellen, die es den Waldhütern ermöglichen, auf ihren Kontrollgängen im
Schutzwald in Kontakt untereinander und mit AmaZoonico zu bleiben.

Wer sich für die Vorgeschichte interessiert, wie es zur Zusammenarbeit
zwischen unserer Waldgruppe und Selva Viva kam, kann unter
www.urwaldfreundliches-freiburg.de
Einzelheiten erfahren.

Vielen Dank noch mal an alle Beteiligten für die schönen Wochen im
AmaZOOnico

Dr. Eckart Schultze,  Freiburg i. Breisgau

 

juan eckart floss 

 

Juan (Verantwortlich für Runa Huasi) und Eckart Schultze

 

edison eckart

 

Edison (Leiter der Handwerker) und Eckart Schultze

 

eckart handwerk

 

Eckart Schultze beim Hausbau

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